Das Unternehmen Opec ist eine GmbH, deren Ziel es ist die Erzeugung von Warmwasser, Fernwärme und Strom zu gewährleisten. Des weiteren besitzt das Opec Unternehmen eine Tochtergsellschaft die Opec Bio die sich mit der Produktion von Strohpellets befasst. Das Unternehmen Opec produziert ökologische und gut verträgliche Produkte für die Umwelt.
Das Unternehmen Opec versorgt über 800 Objekte in der Stadt mit Strom oder Fernwärme. 60% der Kunden sind Wohnungsgenossenschaften und 40% entsprechend die privat Haushalte.
Der Ablauf und Inhalte der Betriebsbesichtigung
Um den ökologischen Nachhaltigkeitsaspekt bei den Betriebserkundigungen ebenfalls mit zu berücksichtigen, lernen die Schülerinnen und Schüler das Unternehmen OPEC Grudziadz und die Tochterunternehmung Opec Bio als Elektrizitätserzeugungs- und -versorgungsunternehmen kennen. Die Betriebsbesichtigung umfasst:
Steuerungsraum
Hier wird das Verfahren zur Erzeugung von Elektrizität und die des Dampfes Computergesteuert und kontrolliert.
Heizungsraum
Hier befinden sich zwei Kessel (4 & 5), die mit Wasser gefüllt sind. Dieses Wasser wird in den Kesseln auf 700°C erhitzt. Desweiteren gibt es hier die Wasserboiler, die auf 150°C erhitzt werden. Die Gesamtsteuerung erfolgt durch die Mitarbeiter im Steuerungsraum, die Einzelsteuerungen der Kessel und des Boilers geschieht anhand eines Mitarbeiters und eines Steuerungs- schrankes, der für die Einzelsteuerung der einzelnen Kessel verantwortlich ist. Durch die hohe Erhitzung des Wasser wird Wasserdampf produziert, der in einem Dampfkessel gesammelt wird. Die Temperatur des Dampfes beträgt ca. 433°C und der gefährliche Dampfdruck in dem Kessel beträgt 139. Diese Dampfkessel werden dauernd durch einen Steuerungsschrank bewacht und kontrolliert.
Turbinenhalle
Hier befinden sich zwei Turbogeneratoren die zur Stromproduktion dienen. Im Rahmen der Stromproduktion fließt der Wasserdampf in einen solchen Turbogenerator, der sich dann ganz schnell bewegt und somit den elektrischen Strom erzeugt.
Wärmeüberträger
Hier befinden sich Rohre, in denen Wasser fließt und dieses geheitzt zu privat Haushalten geleitet wird und dort noch einmal erhitzt wird. Dieses Produktionsverfahren nennt sich die Produktion von Fernwärme. Desweiteren befinden sich hier Behälter mit heissem Dampf, das mithilfe von Pumpen in den Heizungsraum zurückgeleitet wird und somit wiederverwertet wird. Deshalb muss nicht immer neues Wasser erhitzt werden um die Kunden des Opec Unternehmens mit Wärme zu versorgen. Durch diese Systematik entsteht ein Zyklus, der sehr kostensparend ist.
Die Opec Bio
Hier befindet sich eine Bioproduktion die mithilfe von Pflanzengranulat aus der Landwirtschaft dient der Beheizung der Kessel. Doch das Weizenstroh und das Rapsstroh wird bis zu 7 mm verkleinert und dann zu Pressen gebracht und gesiebt das Resultat nennt man Granulat. Gepresst ist das Stroh nun fünf Mal kleiner als sonst. Bei der Bearbeitung wird nahezu kein Co2 freigesetzt. Es wird exakt die Menge CO2 wieder freigesetzt, die der Atmosphäre zuvor im Laufe des Wachstumsprozesses entnommen wurde – egal ob durch Verbrennung oder durch Umsetzungsprozesse im Boden. Dies nennt man Bioenergetische Maßnahme. Die Opec Bio Unternehmung produziert ca. 5 Tonnen Pellets pro Stunde, wobei effizient 3 Tonnen pro Stunde hergestellt werden.
Was passiert mit dem Pellet während der Produktion?
Die Strohballen werden mit 180 bar gepresst, dadurch wird das Stroh um das Siebenfache verdichtet. Das zerkleinerte Stroh wird erhitzt dadurch bildet sich Cellulose und Wasserstoff entweicht zur gleichen Zeit. Durch dieses Verfahren der Pressung und Zerkleinerung erhöht sich der Heizwert.
-Ergänzung fehlender Informationen durch Teile der vor der Studienfahrt erstellten Präsentation-
Die Produktion und Verwertung der Fernwärme
Die durch die Produktion von Strom entstandene Abwärme, nutzt Opec als Fernwärme, um Gebäude zu heizen und Warmwasser zu bereiten. Das funktioniert so: Über wärmeisolierte Rohre leitet man Heizwasser zu den Kunden. Dort erwärmt es in der so genannten „Übergabestation“ das Heizungswasser des Hauses, ähnlich wie bei einem Wasserboiler, und fließt dann abgekühlt zum Kraftwerk zurück. Fernwärme ist die umweltfreundliche Art zu heizen. Sie verwertet Energie, die sonst ungenutzt an die Umwelt abgegeben würde. Das verringert den Brennstoffverbrauch und erzeugt weniger klimaschädliches CO2 und Abgas. Das Kraftwerk nutzt den Brennstoff außerdem viel effektiver, als Tausende kleiner Einzelheizungen es könnten. Und die Luft bleibt sauber, weil vor Ort keine Emissionen entstehen.
Der ökologische Brennstoff Strohpellets als biologischer Energieträger
Strohpellets gehören zu der halmgutartigen Biomasse, der zur heutigen Zeit ein hohes Potential zur Nutzung als Brennstoff, aufgrund der steigenden Preise von den allgemeinen Holzbrennstoffe, zugesprochen wird. Es wird immer mehr angestrebt, unter anderem auch von der Landwirtschaft, diesen Brennstoff in Form von Ballen zu kompaktieren. Die Strohpellets sind in der Regel zentimeterdick und nur wenige Zentimeter lang. Sie dienen der biologischen Energie als brauchbarer Energieträger. Eine zunehmende Bedeutung gewinnen Strohpellets als Brennstoff. Als schnell nachwachsender Rohstoff, was meist noch als ein Abfallprodukt der landwirtschaftlichen Produktion anfällt, ist die Nachfrage enorm gestiegen. Gewonnen werden die Strohpellets ganz einfach als Nebenprodukt der Getreideernte. Das auf dem Feld liegenbleibende Stroh wird zu Bunden gepresst und schließlich in der Pelletieranlage zum Endprodukt verarbeitet. Strohpellets bestehen aus gepresstem Getreidestroh und besitzen eine Heizkraft von 4,8 kwH. Im Jahr 2009 kostet eine Tonne Strohpellets in Polen 440 PLN/t (= 103,80 EUR/t) und in Deutschland 181,90 EUR/t. Um ein Einfamilienhaus mit rund 140 qm Wohnfläche ein Jahr lang zu heizen, wird nur 1,1 Hektar Stroh benötigt.
Die Umwelt wird kaum belastet! Vorteile der Biomasse
Im Rahmen der Energiefreisetzung wird bei Strohpellets exakt die Menge CO2 wieder freigesetzt, die der Atmosphäre zuvor im Laufe des Wachstumsprozesses entnommen wurde – egal ob durch Verbrennung oder durch Umsetzungsprozesse im Boden.
Photosythese-Prozess als ein Fertigungsverfahren
Die biogenen Energieträger sind dennoch nicht vollkommen „CO2-neutral“ da- selbst bei nachhaltiger Produktionsweise- fossile Energieträger für die Herstellung, Lieferung, usw. der Biomasse benötigt werden. Alle biogenen Brennstoffe lassen sich letztlich auf den Photosynthese-prozess als „Fertigungverfahren“ zurückführen, es handelt sich also um indirekte Solarenergienutzung. Weltweit wird die Reduzierung des CO2 Ausstoßes gefordert. Als „gespeicherte Sonnenenergie“ ist die Biomasse somit eine erneuerbare („regenerative“) und damit quasi unerschöpfliche Energiequelle. Zumindest gilt dies, wenn sie nachhaltig erzeugt wird, d.h., dass nur die Menge an organischer Masse genutzt werden darf, die nachwächst. Die Produktivität der Anbauflächen muss und kann somit also langfristig erhalten werden.
Positives auch für Deutschland…
Die jährlich in Deutschland anfallenden Strohmengen würden energetisch ausreichen, um 13,4% des gesamten Ölverbrauchs (einschl. KFZ-Kraftstoffe, Industrieverbrauch, chemische Produkte usw.) in Deutschland zu ersetzen. Werden lediglich die Ölmengen betrachtet, die in Deutschland zwecks Wärmegewinnung verheizt werden, könnten 61% des gesamten Heizölverbrauchs in Deutschland durch die Verbrennung von Strohpellets ersetzt werden!
Kontaktdaten des Unternehmens
OPEC GRUDZIĄDZ Sp. z o.o.
ul. Budowlanych 7
86-300 Grudziądz
Tel: +48 (056) 45 06 100
Fax: +48 (056) 46 21 629
E-Mail: opec@opec.grudziadz.pl
Internetadresse: www.opec.grudziadz.pl